Elektronischer Agrarantrag in Sachsen-Anhalt (ELAISA)
Oft gestellte Fragen - FAQ

Nr.
Datum der Bekanntgabe
Inhalt
13
12.5.2022
Frage: Welche Auswirkungen haben die Änderungen der Pflanzenschutz-Anwendungsverordnung auf die Förderung von Blühstreifen/-flächen und Schonstreifen der Förderprogramme FP 6506 und FP 6510?
Antwort: Am 8.9.2021 traten Änderungen der Pflanzenschutz-Anwendungsverordnung (PflSchAnwV) gemäß § 4a PflSchAnwV in Kraft. Sie verbieten die Pflanzenschutzmittel-Anwendung im Abstand von 10 m zum Gewässer. Eine Reduzierung auf 5 m ist möglich, wenn eine geschlossene, ganzjährig begrünte Pflanzendecke vorliegt. Die Begrünung darf nur einmalig im Fünfjahreszeitraum durch eine Bodenbearbeitung zur Erneuerung des Pflanzenbewuchses unterbrochen werden. Beide Förderprogramme beinhalten den Pflanzenschutzmittel-Verzicht als Verpflichtung. Daher ist die Fortsetzung bzw. ein Neubeginn der Förderung nur möglich, wenn eine Überkompensation durch Gewährung der Zuwendung ausgeschlossen ist. Ab 2023 werden Prämien aufgrund der Konditionalität GLÖZ 4, die das Verbot der Düngung und des Pflanzenschutzmitteleinsatzes in einem 3 Meter breiten Streifen entlang von Gewässern beinhaltet, pauschal gekürzt.
Dieses Verfahren führt Sachsen-Anhalt bereits 2022 ein und dehnt diesen pauschalen Abzug auf einen 10 Meter breiten Streifen an Gewässern aus, um förderschädlichen Beschränkungen der Düngung und des Pflanzenschutzes im Streifen Rechnung zu tragen und eine Förderung zu ermöglichen. Daher kann die Fläche in der Förderung belassen werden. Sie wird nicht zusätzlich gekennzeichnet. Dies führt zu administrativen Erleichterungen für die Verwaltung und die Betriebe. Die Höhe des Abzugs wird noch von der LLG kalkuliert und zeitnah bekanntgegeben.
Aufgrund dieses pauschalen Prämien-Abzuges können mehrjährige Blühstreifen- und flächen (MS60, MS61, MS64) sowie die Schonstreifen MS63 und MS67, die den 5 Meter-Abstand zum Gewässerrand abdecken, als „geschlossene, ganzjährig begrünte Pflanzendecke“ anerkannt werden, sofern der o. g. Fünfjahreszeitraum eingehalten wird. Ist mehr als eine Nachsaat notwendig, wird auf die Möglichkeit der Ansaat standortgeeigneter Blühmischungen in den vorhandenen Altbestand (z. B. durch Schlitzsaat) hingewiesen. Das Risiko einer fünfjährigen Standzeit des Blühstreifens/der Blühfläche mit dem erforderlichen Blühaspekt trägt der Antragsteller.
Durch die Förderverpflichtung der jährlichen Neuansaat erfüllen die Blühstreifen MS62 und MS65 und die Blühflächen MS66 nicht die Anforderung der „geschlossenen, ganzjährig begrünten Pflanzendecke“. Dies verbietet die Reduzierung des Verbotsbereichs für die Pflanzenschutzmittel-Anwendung am Gewässerrand von 10 auf 5 Meter.
Diese Regelungen gelten nur für das Verpflichtungsjahr 2022.
12
6.5.2022
Frage: Wie sind Flächenzu- und -abgänge für den FP 6618-Verlängerungsantrag zu erfassen?
Antwort: Mit dem FP 6618-Verlängerungsantrag kann nur eine am 31.12.2022 auslaufende Verpflichtung um ein Jahr verlängert werden.
Der bisherige Verpflichtungsumfang insgesamt darf durch die Verlängerung nicht vergrößert werden.
Da die Verpflichtung aller Verpflichtungsflächen am 31.12.2022 endet, ist kein Abgangsblatt auszufüllen, wenn für Parzellen keine Verlängerung beantragt wird. Diese Parzellen erhalten im Geografischen Flächennachweis (Nutzungsnachweis) 2022 keine Verlängerungsbindung V18. Sie werden nicht in den ELER-Flächennachweis 2023 übernommen. Parzellen, für die die Verlängerung beantragt wird, erhalten neben der OK-Bindung mit Verpflichtungsbeginn 1.1.2018 (bei erfolgten Erweiterungen auch später!) auch die Verlängerungsbindung V18 mit Verpflichtungsbeginn 1.1.2023 und werden in den ELER-Flächennachweis 2023 übernommen.
Ab 2023 neu hinzukommende Flächen (Kauf, Pacht, Flächentausch) sind nur im ELER-Flächennachweis zu erfassen. Als Bindungen sind die betreffende Öko-Bindung mit dem ursprünglichen Verpflichtungsbeginn 1.1.2018 und die Verlängerungsbindung V18 mit Verpflichtungsbeginn 1.10.2023 anzugeben. Sofern nur für einen Parzellenteil eine Verlängerung beantragt wird, bestehen zwei Erfassungsvarianten:
1. Die Parzelle wird bereits im Geografischen Flächennachweis (Nutzungsnachweis) 2022 in 2 Parzellen geteilt. Nur der zu verlängernde Teil erhält neben der Ok-Bindung die Verlängerungsbindung V18 ODER
2. Die Parzelle erhält im Geografischen Flächennachweis (Nutzungsnachweis) 2022 keine Verlängerungsbindung V18. Der zu verlängernde Teil wird als neue Parzelle im ELER-Flächennachweis 2023 wie oben beschrieben erfasst. Die dort vergebene Parzellennummer darf keine bisherige Parzellennummer des Betriebes sein. Sie muss im Antragsverfahren 2023 weiterverwendet werden.
Im Nutzungsnachweis 2022 stehen alle Flächen, für die eine Auszahlung für das Verpflichtungsjahr 2022 aufgrund der Verpflichtung zuzüglich der Antragsflächen für die Flexi-Regelung, während im ELER-Flächennachweis 2023 nur die Verlängerungsflächen stehen, maximal in Höhe der bestehenden Verpflichtung insgesamt.
11
25.4.2022
Frage: Im Geografischen Flächennachweis ist die Eingabe mehrerer NAXX-Bindungen an einer Teilfläche möglich, doch im Formblatt für Bewirtschaftungsbeschränkungen wird nur die zuerst erfasste NAXX-Bindung für die Untere Naturschutzbehörde (UNB) zur Bestätigung sichtbar.
Antwort: Dies ist kein Programmfehler. Pro Teilfläche darf man nur eine NAXX-Bindung eingeben. Bei Problemen mit der Auswahl der richtigen NAXX-Bindung auf der Teilfläche wenden Sie sich bitte an Ihre zuständige UNB.
10
22.04.2022
Frage: Was korrigiert das am 22.4.2022 installierte Update 2?
Antwort: Die neue NU-Bindung ("zulässige Brachflächen-Nutzung") ist zu erfassen für Nutzcode 591 und ÖVF-Code 9.
* Die Kulissenprüfung wurde um die Angabe des "Jahr Bis" erweitert. Aus der Angabe "Jahr" wurde "Jahr Ab".
* MSL-Bindung MS67 ist für Nutzcode 576 auswählbar. Nehmen Sie die damit möglichen Eintragungen, wenn nötig, nun erneut vor.
* Kombinationentabelle aufgenommen, Plausi-Prüfungen für Junglandwirt-Prüfung, ELER-Flächennachweis, ÖKO-Förderantrag (Verlängerung), Pflanzenschutzmittel-Ausgleich
* Im in ELAISA bereitgestellten Formular „Weidetagebuch/schlagbezogene Aufzeichnungen“ fehlt in der Förderprogramm-Aufzählung FP 7510 'Pflanzenschutzmittelverbot-Ausgleich' (PSA). Bitte verwenden Sie dieses Formular auch für den Pflanzenschutzmittelverbot-Ausgleich (PSA).“
* Die neue NA14-Bindung im Natura2000-Antrag ist vor der Installation des Updates 3 am 29.4.2022 ( 12-13 Uhr ) nicht einreichbar.
9
21.4.2022
Frage: Wie reicht man den Natura2000-Antrag mit der neuen Bindung NA14 ein?
Antwort: Dies ist erst nach einer Programm-Aktualisierung am 29.4.2022 (12 - 13 Uhr) möglich. Warten Sie mit dieser Einreichung bis zur Fehlerbehebung.
8
21.04.2022
Frage: Was korrigiert das am 11.4.2022 installierte Update 1?
Antwort: * Der ELER-Flächennachweis erhält nun OK-Bindungen für Verlängerungsanträge ÖKA. Der Förderantrag ÖKA (Verlängerung) ist einreichbar (Punkt 7).
* Im Geografischen Flächennachweis (GFN) sind die VNS-Bindungen mit Verpflichtungsbeginn 1.1.2023 zu FP7508 nicht mehr einzugeben (Punkt 5).
* Für FP6509 (Bindung: WD90) sind als Verpflichtungsbeginn 1.1.2016 und 1.1.2017 auswählbar (Punkt 4).
* Der ELER-Flächennachweis ist einzureichen, da er beim Beantragen des FP6508 (Bindung: MS80) die Baum-Anzahl vom GFN erhält (Punkt 3).
* Im „Antrag auf Verpflichtungsübertragung“ ist der „Beginn der Verpflichtung beim Übergeber“ auswählbar (Punkt 2).
* Eine fehlerhafte Junglandwirt-Prüfung wurde behoben.
* Nehmen Sie die damit möglichen Eintragungen, wenn nötig, nun erneut vor.
Vor Installation des Updates 2 am 22.4.2022 (12 - 13 Uhr) ist die neue NU-Bindung ("zulässige Brachflächen-Nutzung") nicht zu erfassen. Die FAQ GAP 2023 erläutert dazu Details (Punkt 1).
7
4.4.2022
Frage: Der ELER-Flächennachweis übernimmt keine OK-Bindungen für Verlängerungsanträge ÖKA vom Geografischen Flächennachweis. Im ELER-Flächennachweis erscheint nur die Verlängerungsbindung V18. So entsteht ein fataler Fehler im ÖKA-Verlängerungsantrag (Förderantrag ÖKA (Verlängerung)). Er verhindert das Einreichen.
Antwort: Den Fehler soll voraussichtlich das Update zum 21.4.2022 beheben. Nehmen Sie die Eintragungen im Geografischen Flächennachweis und im Verlängerungsantrag ÖKA wie gewohnt vor und warten Sie mit der Einreichung bis zur Fehlerbehebung.
6
1.04.2022
Frage: Wie melden sich Bearbeiter in den Unteren Naturschutzbehörden an?
Antwort: Dies wird voraussichtlich ab 8.4.2022 nach Installation von Update 1 möglich sein.
5
1.04.2022
Frage: Im Geografischen Flächennachweis sind die Bindungen VB20, VB21, VB22, VM10, VM11, VM12 (Verpflichtungsbeginn 1.1.2023, FP7508) einzugeben, nur wird es 2022 keinen Antrag dazu geben.
Antwort: Mit Update 1 steht die Auswahl 1.1.2023 für diese VNS-Bindungen nicht mehr zur Verfügung.
4
1.4.2022
Frage: Für das FP6509 (Bindung: WD90) ist als Verpflichtungsbeginn 1.1.2016 und 1.1.2017 nicht auszuwählen.
Antwort: Dies wird mit Update 1 behoben. Nehmen Sie diese Eintragungen nach dem Update vor.
3
1.4.2022
Frage: Der ELER-Flächennachweis ist nicht einzureichen, da er beim Beantragen des FP6508 (Bindung: MS80) keine Baum-Anzahl vom Geografischen Flächennachweis übernahm. Auch die manuelle Eingabe im ELER-Flächennachweis ist nicht möglich.
Antwort: Dies wird mit Update 1 behoben. Nehmen Sie diese Eintragungen nach dem Update vor.
2
1.4.2022
Frage: Im „Antrag auf Verpflichtungsübertragung“ ist der „Beginn der Verpflichtung beim Übergeber“ noch nicht auswählbar.
Antwort: Dies wird mit Update 1 behoben. Nehmen Sie diese Eintragung nach dem Update vor.
1
1.4.2022
Frage: Im Geografischen Flächennachweis ist die Bindung NU ("zulässige Nutzung brachliegender Flächen") nicht einzugeben.
Antwort: Die kurzfristig eingeführte NU-Bindung soll ebenfalls nach Installation von Update 1 zu erfassen sein.